Informationstechnologien spielen bei der Vermittlung von beruflich relevanten Wissens eine immer größere Rolle. Das technologiegestützte Lernen, zumeist als Electronic Learning oder kurz E‑Learning bezeichnet, hat sich daher in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Querschnittsthe­ma zwischen IT und Bildung entwickelt. Über neuere Nutzungsweisen im Internet 2.0 hat diese Entwicklung noch einmal einen deutlichen Schub bekommen. Lernen ohne das Internet wird künftig eher Ausnahme denn Regel sein.
Die nachwachsende Generation wächst mit diesen Medien wie selbstverständlich auf und nutzt sie in vielfältigen Kontexten. Lernen und Wissensaneignung sind dabei nur einige von vielen Möglichkeiten. Wer das Internet für die Pflege sozialer Kontakt nutzt, setzt es nicht zwangsläufig auch für das Lernen ein. Aber der Schritt dahin ist nicht groß und auf die Impulse, die von den Digital Natives kommen, kann und sollte die E-Learning-Branche nicht verzichten. Mit dem Deutschen E-Learning und Innovations- und Nachwuchs-Award (D-ELINA) hat D-ELAN ein Instrument geschaffen, jungen Menschen, die zukunftsweisende E-Learning-Anwendungen hervorbringen, in der „Community“ und für Unternehmen sichtbar zu machen und ihre Ideen und Lösungen zu würdigen.

D-ELINA ist der einzige Innovationspreis im deutschsprachigen Raum, der sich direkt an den Nachwuchs wendet. Unter dem Stichwort „Innovation durch Lernen mit neuen Medien“ sollen erfolgreiche und erfolgversprechende innovative Konzepte und Prototypen/Produkte technologiegestützter bzw. technologie-integrierender Lernszenarien in Wirtschaft, Hochschule, öffentlicher Verwaltung und Schule prämiert werden. Angebote für private Lerner werden dabei ausdrücklich miteinbezogen.


Was sind innovative Konzepte?

Als innovative Aspekte von E-Learning Lösungen werden u.a. die aktive Rolle des Lernenden, die zunehmende (technologische) Auflösung von Lernorten, die Förderung informeller Lernprozesse und die Bildung von Communities sowie Ansätze im Content Sharing verstanden. Auch die Sichtbarmachung eigener Lernaktivitäten für die Öffentlichkeit (z.B. durch Blog- oder Wiki-Beiträge) und die Entwicklung simulations- und spielbasierter Anwendungen fallen hierunter. Ebenso liegen in der Verschmelzung von Arbeit und Lernen, der Integration von E-Learning in die Personalentwicklung sowie in unternehmens- bzw. organisationsübergreifenden Konzepten innovative Potenziale. Generell im Blickpunkt stehen die Umsetzung und Anwendung zukünftig relevanter Technologien und die Berücksichtung und Weiterentwicklung geltender technologischer und qualitativer Standards.

Eingereicht werden können innovative Konzepte und Produkte, deren „Marktreife“ bzw. Erprobung in der Praxis derzeit (noch) aussteht oder deren Entwicklung kürzlich abgeschlossen wurde und die bereits erste Praxistests erfolgreich bestanden haben.

Auch 2010 wird ein Sonderpreis für innovative Lösungen (konzeptionell wie technisch) von am Markt etablierten Anbietern oder Anwendern vergeben. Durch den Sonderpreis sollen die Innovationsleistungen dieser Zielgruppe anerkannt werden. Gleichzeitig erreicht der D-ELINA so eine deutlich größere Zielgruppe und entsprechend mehr Reichweite. Der Preis bietet dadurch auch D-ELAN Mitgliedern die Möglichkeit, ihre Entwicklungen einzubringen und damit einen zusätzlichen Mehrwert. Die Fokussierung auf Innovation – Kernmerkmal des D-ELINA – bleibt erhalten.

Teilnehmer am Wettbewerb profitieren in mehrfacher Hinsicht:

  • Öffentlichkeitswirksame Anerkennung für eigene Leistungen,
  • Prüfung und Würdigung der eigenen Innovationskraft,
  • Nennung in der Presse, auf Websites und in Publikationen der Medienpartner,
  • Kontakte zu potenziellen Kunden,
  • Präsentation der Konzepte und Prototypen/Produkte auf einer Sonderausstellungsfläche im Rahmen der LEARNTEC 2010,
  • Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern (Diplomarbeiten, Praktika, Arbeitsplätze),
  • Attraktive Sach- und Geldpreise.

 



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